Von Namibia aus reisen wir wieder nach Suedafrika. Wir fahren mal wieder auf ueberfluteten Nebenstrassen mitten durch die Cederberg Wilderness Area, denn auf dem Forum Vini in Muenchen hat Bernd mal einen leckeren Wein namens Cederberg gekauft. Und wenn der Berg so heisst , dann muss da ja auch irgendwo der Wein sein. Tatsaechlich landen wir nach 2-stuendigem offroad-driving direkt an diesem idyllisch gelegenen Weingut. Der Chef schenkt uns gleich eine Flasche von seinem frisch praemierten 2006 Shiraz (bester Shiraz aus ganz Suedafrika - oder so aehnlich). Frisch inspiriert von diesem leckeren Troepfchen fahren wir am naechsten Tag weiter ins Stellenbosch (die wohl bekannteste Weinregion Suedafrikas) und besuchen einige Weingueter. Nicht nur landschaftlich eine reizvole Gegend! Leider haben wir seit 2 Monaten zum ersten Mal wieder Regen - schoene Einstimmung auf daheim...Aber im Weinkeller merken wir das gar nicht so sehr Tongue out

Die letzten Tage unserer grossen Reise verbringen wir dann noch im Table Mountain National Park und in Kapstadt. Wir fahren nach Boulders zum Pinguine schaun, zum Kap der guten Hoffnung (dem suedwestlichsten Punkt Suedafrikas) und sehen von der Kueste aus etliche Southern Right Wales - zum Greifen nahe. Ziemlich beeidruckende riesige Meeresbewohner!

In Kapstadt selber bewundern wir den herrlichen Blick auf den Table Mountain - von der Dachterasse unseres Hotels aus, von der Waterfront und der ganzen Stadt.

So, das ist dann auch unser letzter Eintrag, denn morgen steigen wir wieder in den Flieger nach Germany.

 

In Swakopmund haben wir nochmal so richtig die Vorraete aufgefuellt, denn nun liegen etliche Tage vor uns, in denen es kaum eine Versorgungsmoeglichkeit geben wird: Es geht Richtung Sueden, in die Namib-Naukluft Wueste, und hier gibt es - wenn ueberhaupt - nur kleine Siedlungen oder einsam gelegene Farmen auf unserem Weg. 
Auf vielen Meilen Schotterstrasse (in Namibia gibt es hunderte von Kilometern davon) geht es nun zu den Duenen von Sossusvlei. Eine wunderschoene Landschaft aus Sternduenen (bis zu 350m hoch), die in einem ausgetrockneten Tal am Rande der Namib-Wueste liegt. Ganz frueh am Morgen brechen wir auf, um 6 Uhr in der Frueh wird das Park-Gate geoeffnet, damit wir zum Sonnenaufgang bei den Duenen sind. Und dann bietet sich ein wunderschoenes Farbspektakel, wenn die Duenen in den unterschiedlichsten Gelb- , Orange- oder Rottoenen leuchten und die schoen geschwungenen Duenenkaemme tolle Schattenwuerfe zeigen. Trotz weiterer Fruehaufsteher haben wir die Bekannteste der Duenen am Sossusvlei fuer ca. eine Stunde ganz fuer uns allein und geniessen den Blick von Oben auf das vor uns liegende Duenental. Bergab macht es uns einen Riesenspass direkt auf einer Kammseite die Duene herunter zu rennen (da braucht man kein Sandboard).
Weiter auf unserer Tour gen Sueden, machen wir einen Stop in den Tiras Bergen und uebernachten auf dem Campingplatz der Namtib Farm. Einem der schoensten gelegenen  Campingplaetze auf unserer gesamten Tour. Wieder sind wir die einzigen Gaeste und sitzen abends am Lagerfeuer und erleben eine Landschaft und einen Ausblick wie er nicht besser in einem Reisekatalog beschrieben sein koennte.
Schliesslich geht es weiter nach Aus, dort in der Naehe gibt es die beruehmten Namib-Wildpferde, um die sich viele Geschichten ihrer Herkunft ranken. Hoechstwahrscheinlich sind diese Wildpferde Nachkommen der ehemals im Lande verbliebenen deutschen Militaerpferde, die zu Zeiten des Krieges hierher verschifft wurden. Nun gibt es noch ca. 150 dieser Wildpferde, die sich regelmaessig an einem Wasserloch versammeln, wo wir sie gut beobachten koennen. Simone ist natuerlich ganz begeistert und ihr gelingt es auch einigen der neugierigen Pferde ganz nahe zu kommen. Wenn man hier doch nur Reiten koennte....
Diesen Reit-Wunsch erfuellen wir uns dann beim Fish River Canyon, dem zweitgroessten Canyon nach dem Grand Canyon (lt. Reisefuehrer). Nachdem wir den atemberaubenden Ausblick in den Canyon von diversen Aussichtspunkten genossen haben, lassen wir es uns nicht nehmen, in der nahe gelegenen Canon Lodge eine Pferde-Ausritt zu unternehmen.
Wir sind zu dritt, plus unserem Reit-Guide, also eine nette kleine Gruppe. Die Info, dass ich (Bernd) nur wenig Reiterfahrung habe, scheint nur die Auswahl des Pferdes zu beeinflussen, denn: Nachdem die Pferde gesattelt sind, geht's los und wie!!! 2-3 Minuten im lockeren Trab, dann in den Galopp und wir galoppieren durch die Praerie. Es geht ueber Stock und Stein, dann wieder Trab, dann Galopp, ganz schoen aufregend. Zum Glueck kann ich mich eine ganze Stunde auf dem Pferd halten, mein Pferd ist toll, denn es toleriert mein Gehoppel auf seinem Ruecken ohne Murren und Zicken. Trotzdem leidet mein Sitzfleisch ganz gehoerig, aber es hat Riesenspass gemacht. Simone ist ganz begeistert, konnte sie doch mal wieder richtig Gas geben!
Weiter gehts auf unserer Fahrt nun in Richtung Grenze, es geht nach Suedafrika.

Wenn wir im letzten Artikel ueber das deutsch gepraegte Windhoek gesprochen haben, dann ist das noch gar nichts, verglichen mit Swakopmund. Hier kann man traumhaften Kuchen nach deutschem Rezept essen, das ganze Stadtbild ist gepraegt von deutscher Architektur um die vorletzte Jahrhundertwende und es gibt richtig leckeres Brot, was wohl auch nur die Deutschen backen koennen. So genug geschwaermt von Deutschland, aber es ist eben schon extrem deutsch hier. Koennte auch an der Nordsee liegen. Die See ist hier sehr rauh und das Klima ist zwar tagsueber ziemlich warm, aber abends weht immer ein kraeftiger Wind und nachts wird's richtig kalt. Ganz schoener Kontrast zu dem was wir bisher erlebt haben! Morgen frueh werden wir dann noch mit Quad-bikes durch die Duenen sausen und dann weiter in die Wueste fahren!

Uns faellt es so schwer Botswana zu verlassen, weil wir uns dort wirklich sehr wohl gefuehlt haben. Die Menschen sind alle wahnsinig nett! Wir haben uns zu jeder Zeit sicher gefuehlt - was die Menschen betrifft zumindest, denn wenn ein Elefant mit wehenden Ohren auf's Auto zurennt, dann ist "sicher fuehlen" wohl geringfuegig der falsche Ausdruck...

Wir haben also beschlossen, auf unserem Weg nach Namibia noch einen Tag in einer Game Reserve zu uebernachten. Wir waren mal wieder die einzigen Gaeste! Was die hier unter Hochsaison verstehen, ist auch etwas anders als bei uns. Am Morgen machen wir noch einen gefuehrten Bushwalk mit 2 Guides der San-Community. Die "San" sind ein Volk, dass auch als Buschmaenner bezeichnet wird, und hier traurigerweise zumnehmend seines natuerlichen Lebensraumes beraubt wird. Sie zeigen uns, aus welchen Wurzeln man sich z.B. Armbaender gegen die "bad spirits" macht oder mit welchen Kernen die Kinder spielen, indem sie die Kerne in den Mund nehemn und warten bis sie platzen. Macht echt sehr viel Spass - nicht nur den Kindern Smile

Nach dem Walk fahren wir dann endgueltig nach Namibia weiter. Unser 1.Ziel heisst Windhoek. Wir amuesieren uns sehr ueber die vielen deutschen Strassennamen und deutschsprechenden Menschen. Nach einem halben Jahr weg von Deutschland ist es ein richtig nettes Gefuehl auf einmal Deutsche um sich rum zu haben. Wir machen etwas Sightseeing und schauen uns zum Beispiel ein deutsche Kirche und ein deutsches Reiterdenkmal an. Komisch ist das schon - so mitten in Afrika - aber eben auch schoen!

Weiter ging's in das Moremi Game Reserve, nur wenige Kilometer suedwestlich vom Chobe Nationalpark gelegen. Gemeinsam mit unseren oesterreichischen Freunden Lisa & Hannes verbringen wir die erste Nacht auf dem Khwai River Camp, einem herrlich gelegenen Campingplatz direkt bei den Khwai Flood Plains. Dies ist ein paradisisch anmutendes Gebiet am wasserfuehrenden Khwai River, der sich auf etlichen Kilometern von West nach Ost durch schoene gruene Busch- und Baumlandschaft schlaengelt. Das kostbare Nass ist leicht erreichbar und wird daher von allen Tieren regelmaessig aufgesucht. So koennen wir bereits auf der Fahrt am Fluss entlang viele Impalas, Antilopen, Wasserboecke, Kudus, Giraffen, Zebras und im Wasser liegende Nilpferde entdecken. Uns macht es immer wieder Spass, zuzusehen, wie Elefantengruppen ganz gemaechlich zum und ins Wasser schlendern und dann ausgiebig trinken und mit Vergnuegen darin baden. Manchmal tun Sie dies richtig ausgelassen und lassen sich auch ins Wasser fallen, spritzen in alle Richtungen.
Nach geruhsamer Nacht im Camp (natuerlich ohne Umzaeunung), richten wir gerade den Fruehstueckstisch her, Simone legt ein Brot auf den Tisch, da kommt auf einmal ein Pavian angerannt, greift sich das Brot, Hannes will ihn noch am Arm festhalten, worauf der Pavian wildfauchend sein kraeftiges Gebiss zeigt und Hannes loslaesst und der Pavian erfolgreich mit dem Brot in die naechste Baumkrone fluechtet. Tja, dann gibts wohl doch Muesli zum Fruehstueck! Mit den Pavianen ist, wenn es um Futter geht, nicht zu spassen. Weitere Angriffs- und Klauversuche wehren wir gemeinsam mit Steinwuerfen und Stockhieben ab, wovon sich die Affen allerdings geradeso beeindrucken lassen, dass wir halbwegs unbehelligt im Stehen fruehstuecken koennen Laughing

Am naechsten Tag trennten sich unsere Wege mit den beiden Oesterreichern, da wir unterschiedliche Dinge vorhaben. Wir brechen auf zu einem morgendlichen Game-Drive entlang der Khwai Flood-Plains und haben unwahrscheinliches Glueck: Wir sehen doch tatsaechlich einen Leoparden!!! Er liegt geruhsam in einem Baum und macht ein Nickerchen. Die Schoenheit dieses Tieres ist kaum beschreiblich und kombiniert mit der unglaublichen Souveraenitaet die diese Wildkatze ausstrahlt, ist der Anblick ein Hoehepunkt unserer Reise. (Fotos zeigen wir spaeter!)

Wir verbringen noch 3 weitere Tage im Moremi Game Reserve und haben dabei einige abenteuerliche Fahrten erlebt. So mussten wir auch eine Wasserdurchfahrt machen, wobei allerdings unklar war, wie tief denn das Wasser nun ist. Mit Stoecken pruefen wir so gut es geht die Wassertiefe. Scheint in Ordnung zu sein, also Augen zu und durch...
Am Ende war es so tief, dass das Wasser in einem Schwall ueber die Motorhaube schwappte (und die ist bestimmt einen Meter vom Boden entfernt). Tja! Aber wir haben's geschafft, und das Adrenalin pulsierte noch lange in unseren Adern...

Nach unseren ersten Tiererfahrungen im Krueger Park, gehts es in Botswana schon wesentlich urspruenglicher zu. Die ersten Tierbeobachtungen machen wir noch ganz luxurioes: Wir unternehmen eine Bootsfahrt im Sonnenuntergang entlang der Chobe Riverfront und sehen riesige Elefantenherden. Auch Krokodile und Hippos koennen wir aus naechster Naehe beobachten. Nach unseren Erfahrungen in Australien koennen uns die Crocs zwar nicht mehr schocken, aber dafuer sind die grunzenden und schnaufenden Hippos umso spannender.

Nach dieser netten Schiffsfahrt geht es aber erst richtig los in den National Park. Von Teerstrassen ist hier weit und breit nichts zu sehen und auch Schotterstrassen gibt es hier nicht mehr sehr viele. Die Wege fuehren einfach durch den Sand - und der ist tief. Unser Allrad-Camper kommt also voll zum Einsatz.

Die erste Nacht verbringen wir auf der Ihaha Campsite! Die Campsites befinden sich mitten in der freien Natur. Im Gegensatz zum Krueger Park, wo die Campsites eingezaeunt und bewacht waren, wird hier empfohlen, die Toiletten nur mit dem Auto zu besuchen, weil unterwegs Loewen, Hyaenen und sonstige nette Tierchen vorbeikommen koennten. Ausserdem wird der Platz nachts regelmaessig von Elefanten und Bueffeln besucht. Schon erstmal ein komisches Gefuehl, dort zu campen. Wir machen also erstmal ein grosses Feuer um die Tiere auf Distanz zu halten und sind dann fast enttaeuscht, dass keine gekommen sind. Wir sehen nur, dass auf der Wiese vor uns eine Bueffelherde grast und immer naeher kommt. Hier ist alles eben etwas wilder. Bei einem unserer Game Drives (so heissen hier die Tierbeobachtungen) versperrt uns beispielsweise eine Elefantenherde so den Weg, dass wir nachgeben muessen und wieder umdrehen. Denn wenn etwa 30 Elefanten der Meinung sind, dass das ihr Platz ist, so versuchen wir hier nicht, ihre Meinung zu aendern. Vor allem, weil die Family lauter Junge dabei hat und dann sind die immer besonders leicht gereizt...

Am naechsten Tag treffen wir uns mit einem oesterreichischen Paaerchen, dass wir in Kasane kennengelernt haben, weil wir einen Teil der Strecke gemeinsam zuruecklegen wollen, was sich spaeter als sehr gute Idee herausstellt! Wir fahren gemeinsam zur Linyanti Campsite, kochen gemuetlich und machen natuerlich wieder das obligatorische Lagerfeuer. Hier trauen wir uns sogar schon von unserem Platz zu den Duschen zu laufen. Wir gewoehnen uns langsam an den Gedanken, dass zwar ueberall ein Loewe hinterm Busch lauern kann, aber die Wahrscheinlichkeit eben doch nicht so hoch ist. Da wir hier direkt am Fluss campen, hoeren wir den ganzen Abend das Grunzen und Schnaufen der Hippos, die dann wohl nachts wenn wir schlafen ueber den Campingplatz laufen. Denn die Nilpferde haengen zwar den ganzen Tag faul im Wasser rum (sehr symphatische Tiere, Kommentar Koala), gehen aber dann nachts an Land um zu grasen.

Am naechsten Tag fahren wir Richtung Sueden (immer noch im Chobe National Park) zur Savuti campsite, was allerdings den ganzen Tag dauert. Mitten im Nichts bleiben wir ploetzlich im Sand stecken. Es ist ja nicht das erste mal; also graben wir ein bischen, versuchen es vor zurueck und mit Hilfe der anderen auch mit Sandmatten. Schliesslich kommt ein Truck von einem Safariverastalter vorbei, was unsere Hoffnung steigert, aber leider reiten die uns noch tiefer hinein - im wahrsten Sinne des Wortes. Einer der Guides setzt sich bei uns ans Steuer und versenkt den Wagen endgueltig im Sand und macht sich dann aus dem Staub! Leider hat der auch unser Begleitfahrzeug (das von den Oesterreichern) weit weg geschickt, damit es uns nicht im Weg steht. Wir (Bernd, Simone und Hannes) schaufeln und schieben mit Hilfe von Sandleitern, Stoecken, High-Jack und sogar Elefantenmist (wir werden langsam kreativ) und schaffen es nach 2 Stunden endlich! Wir schieben an, heben die Sandleitern auf und rennen hinter dem Wagen her, den Bernd faehrt, springen auf und fahren so eine ganze Weile, bis wir endlich auf festem Untergrund ankommen und mir die Arme fast abfallen...Und das bei der Affenhitze - aber immerhin sind keine Loewen oder Elefantenherden gekommen (die schaetzen es naemlich gar nicht, wenn man auf ihrem Weg steht)... In Savuti angekommen grillen wir uns erstmal eine ordentliche Porton Fleisch und verzichten auf den abendlichen Game Drive wegen Uebermuedung. Wir bleiben erstmal in unserer 4er-Gruppe - ist eben sicherer und macht auch sehr viel Spass. Weiter gehts zum Moremi Wildlife Reserve!

 

Ja, der Wahnsinn!!!!
Wir sind kaum eine Stunde im Krueger Nationalpark unterwegs und sichten schon den ersten LOEWEN!! Eine frisch gerissene Giraffe liegt keine 10m von der Piste entfernt im Busch. Zunaechst koennen wir keinen Loewen entdecken, doch dann nachdem wir 5 Minuten mit angestrengten Augen und Fernglas den Busch abgesucht haben, sehen wir ihn: Ein Loewen-Maennchen liegt einige Meter gut versteckt im Gras unter einem Baum und macht seelenruhig ein Nickerchen nach dem grossen Mahl. Den Magen vollgestopft, mit dickem Bauch im Schatten liegend, interessiert er sich ueberhaupt nich fuer uns.
Wir sind so gebannt von diesem Anblick, das wir kaum weiteratmen koennen. Unglaublich aufregend!! Wir sitzen in unserem Auto und 15m von uns entfernt liegt ein Loewe - der Koenig der Tiere. So nah, dass wir praktisch aussteigen und ihm mal ueber die Maehne streicheln koennten. Machen wir natuerlich nicht! Ein bewegender Moment!
Nie haetten wir gedacht, dass wir so bald einen Loewen zu Gesicht bekommen wuerden!

Aber dieser Tag sollte noch viel besser werden: Nach dem Loewen ging's grade so weiter. Am spaeten Nachmittag fahren wir auf einer abgelegeneren Route in Richtung unseres ersten Camps, und sehen ploetzlich Elefanten, Rhinos(Nashoerner), Bueffel, Giraffen und natuerlich Impalas. Und alle immer auf kurze Distanz, wenige Meter vom Auto entfernt, kreuzen diese die Piste oder stehen neben der Piste im Busch. Sagenhaft.

Insgesamt haben wir so 4 Tage im Krueger Nationalpark verbracht, mit 3 Uebernachtungen in den im Park liegenden Camps (die eingezaeunt sind um Schutz vor den Tieren zu bieten). Jeden Morgen und Nachmittag sind wir zu unseren eigenen "Game"-Drives aufgebrochen, so nennt man die Wildbeobachtungsfahrten, d.h. mit unserem Wagen fahren wir durch den Park und halten nach Tieren Ausschau. Das ist ungemein spannend. Normalerweise darf man dabei auch nirgends aussteigen und muss im Auto sitzen bleiben, weil ja ueberall wilde Tiere "lauern".
An manchen Stellen gibt es Beobachtungsstaende, an denen man aussteigen und in einer kleinen Huette die Tiere getarnt erspaehen kann. An einem dieser Beobachtungsstaende kamen wir gerade mit dem Auto an, steigen beide aus dem Wagen aus, die Tuer noch in der Hand, da ruft eine Frau aus dem Nachbarauto "See, there are Lions there!!!": 5Meter (FUENF!!) von unseren linken Autoseite aus, laufen 6 Loewen direkt an unserem Wagen vorbei und blicken uns schon mit Interesse an!
Da gefriert Dir das Blut in den Adern! Schnell wieder ins Auto zurueckgesprungen (oder gehechtet!!??), Fenster hochgekurbelt und atemlos mit offenem Mund den Loewen zusehen, wie sie weiterwandern. Puhhh! Fast zum Loewenfrass geworden, welch netter Gedanke! Was fuer schoene und doch so furchteinfloessende Tiere. Unser Respekt vor Ihnen ist gross, und gleichzeitig sind wir von Ihnen fasziniert.

Mit Elefanten haben wir ebenfalls sehr beeindruckende und gewichtige Erlebnisse gemacht, aber davon berichten wir Euch zuhause, sonst wird dieser Artikel noch sehr sehr lang. 

Afrika!!!
Wir sind in Afrika angekommen!!
Nach dem 12-stuendigen Flug von Perth nach Johannesburg, haben wir uns zunaechst fuer eine Nacht in einer Lodge einquartiert. Da Johannesburg so gefaehrlich sein soll, haben wir beschlossen hier nur fuer eine Nacht zu bleiben und dann am naechsten Tag unseren Allrad-Camper in Empfang zu nehmen. Das hat auch gut geklappt und der Allrad-Camper ist ein Top-Auto: Sieht zwar aus wie ein Papa-Mobil mit dem auch der Papst rumfahren koennte, aber sehr komfortabel mit Wohnkabine und fuer jedes Abenteuer geruestet.

Die Route die wir in den kommenden 5 Wochen damit fahren wollen geht zum Krueger Nationalpark, dann weiter nach Botswana, zum Chobe Nationalpark, weiter in das Moremi Wildlife-Reserve, dann rueber nach Namibia, Windhoek, Swakopmund, Namib-Naukluft-Park, Sesriem-Sossusvlei, Fishriver-Canyon. Dann gehts wieder nach Suedafrika, runter nach Kapstadt (mit Ausfluegen ins Stellenbosch, etc.) unserem letzten Ziel. Insgesamt ein richtiger Abenteuer-und-Wildlife-Trip mit ca. 7000km Strecke.
Wir sind dann sofort nach Osten aufgebrochen, unser Ziel heisst Krueger Nationalpark. Hier freuen wir uns schon auf die ersten Tierbegegnungen. Davon berichten wir in unserem naechsten Artikel.
Anmerkung: Leider sind die Internet-Cafes hier rar und nicht unbedingt zuverlaessig, daher koennen wir vorerst keine Bilder mehr posten. Reichen wir aber natuerlich bald nach.

  • Weiter gehts mit unserem klapprigen uralten Campervan - von der Firma Wicked (absolut abratenswert!) in Richtung Kakadu National Park. In diesem National Park gibt es zahlreiche Aboriginal Rock Paintings.
    Aboriginal Art
    Die ersten Felsbilder fuehern uns zum Ubirr-Felsen, von dessen Spitze wir zusaetzlich einen traumhaften Sonnenuntergang geniessen.
    Sundown am Ubirr
    Der Ausblick reicht ueber weite Teile des Kakadu National Parks bis zum Arnhem Land, welches im Besitz der Aboriginals ist, und nur mit einer extra Erlaubnis besucht werden kann. Wir verbringen einige Tage in diesem Park, besichtigen weitere Felsgemaelde und schauen vom Ufer aus den Krokodilen zu. Leider kann man in diesem Park so gut wie nirgends baden gehen, weil dort eben schon diese grinsenden Krokodile auf und ab schwimmen. Ein paar Einheimische stehen zwar trotzdem im Fluss und angeln, waehrend wir ein paar Meter weiter von der Viewing Platform aus die ca. 3-5 Meter langen Krokodile beobachten. Naja die werden schon wissen, was sie tun...
    Warning! Bitte suchen: Wo ist das Krokodil?
  • Unser naechster Anlaufpunkt sind die Edith Falls (Wasserfaelle) im Katherine National Park, wo wir endlich ein kuehlendes Bad nehmen koennen. Hier fragen wir am Campingplatz nach, wie es mit Krokodilen so aussieht und bekommen als Antwort, dass es kein Problem sei, denn es gibt hier nur sehr selten Salzwasserkrokodile. Und was die Suesswasserkrokodile betrifft, so koennten wir froh sein, ueberhaupt eines zu sehen. Denen ist es tagsueber zu busy dort - wegen den Touristen. Uns kommt es aber ganz gelegen, dass es denen zu busy ist und sehen gluecklicherweise keine an uns vorbeischwimmen. Am naechsten morgen wandern wir noch zu den hoeher gelegenen Rock Pools und nehmen auch dort wieder ein Bad.
    Edith Falls
    Obwohl gerade Hauptsaison ist, treffen wir nur 2 weitere Touris und haben die Pools fuer uns alleine.
  • In unserem National Park Marathon machen wir noch einen kurzen Zwischenstopp im Ort Katherine, wo wir uns 2 Didgeridoos kaufen und ab jetzt unsere Campingplatz-Nachbarn mit schoener Musik begluecken.
    Didgeridoo
    Dafuer muessen wir allerdings noch etwas ueben Cool
  • Und weiter geht's zum Litchfield National Park. Hier gibt es traumhafte Rock Pools, in denen wir baden und uns die Wasserfaelle auf die Schultern rieseln lassen. Die badewannenaehnlichen Rock Pools sind wirklich toll! Aber auch hier schwimmen wir natuerlich wieder in potenziellem Krokodilgebiet, aber das Krokodilmanagement in diesem Park ist wohl ziemlich ausgepraegt, so dass wir auch hier sicher wieder an Land kommen.
  • Wieder in Darwin angekommen, werden wir noch ein paar Tage das Darwin Festival geniessen - mit verschiedenen Bands, Kunstausstellungen und Parties. Und dann gehts weiter nach Afrika...

>>> Hier geht's zu den Bildern <<<

 

Nachdem wir hier schliesslich gerade im Norden Australiens, also im absoluten Krokodilgebiet sind, machen wir natuerlich auch eine Krokodiltour. Wir haben uns fuer eine Jumping Croc-Cruise entschieden und haben uns schon darauf gefreut, mal das ein oder andere Krokodil zu sehen.

JumpCrocs_022

Die Tour hat unsere Erwartungen aber absolut uebertroffen: Kaum sind wir mit unserem Boot losgeschippert, kommt schon das erste Riesenkrokodil freudig auf uns zugeschwommen. Unser Bootsfuehrer befestigt ein kleines Fleischbaellchen an einer Schnur und schon schiesst das Krokodil bis zu den Fuessen aus dem Wasser, um sich seine kleine Zwischen-Mahlzeit abzuholen. Anfangs ist das schon ein etwas befremdliches Gefuehl, wenn diese "freundlich grinsenden" Kreaturen sich so schnell ans Boot annaehern. Und dann auch noch direkt neben uns aus dem Wasser springen. Aber nachdem wir zahlreiche freundliche wie auch etwas agressivere Krokodile in verschiedenen Groessen besucht haben, gewoehnen wir uns auch an deren Naehe. Nur wenn 2 auf einmal an das Boot rantauchen und ploetzlich ueberall Krokodile um uns rum sind, passen wir lieber etwas auf, das wir uns beim Fotografieren nicht zu weit aus dem Boot lehnen.

Eine toller Ausflug mit unvergesslichen Bildern, die uns nicht mehr so schnell aus dem Kopf gehen.
>>> Zu den Krokodil-Bildern <<<

 

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